Das große Spring- und Dressurderby im Hamburger Derbypark ist Legende. Doch nicht nur einer der schwersten Spring-Parcours der Welt (das Derby) ist Publikumsmagnet, auch der Große Preis von Hamburg, eine 1,60m-Springprüfung, erneut unter der Sponsorship von Longines, zog Zuschauer – und in diesem Fall auch Top-Reiter – an.
Der Große Preis sah nach achtköpfigem Stechen den Europameister von 2021 mit seinem Gold-Pferd vorn: Andre Thieme und seine jetzt 16 Jahre alte Chakaria. Die Stute, die über ein Jahr lang verletzungsbedingt pausieren musste und erst seit Anfang des Jahres wieder ‘oben’ dabei ist, präsentierte sich in einer tollen Form. Und Thieme grinste nach seinem Sieg ‘Dabei hat Otto (Bundestrainer Otto Becker – Anm.d.Red.) vorher gesagt ‘Mach nichts Verrücktes!’. Der Bundestrainer hat seinen Blick schon auf dem Großen Preis von Aachen am kommenden Wochenende, welchen Thieme im Jahr 2024 gewinnen konnte.
Andre Thieme und Chakaria schafften die fehlerfreie Stechrunde als Einzige in einer Zeit unterhalb von 40 Sekunden, nämlich in 39,59 Sek., gefolgt von der 26 Jahre jungen belgischen Springreiterin Emilie Conter mit der 11-jährigen belgischen Stute Portobella v.d. Fruitkorf aus dem Besitz der Stephex Stables (0 / 40,94 Sek) und ihrer Landsfrau Gudrun Patteet mit Sea Coast Qarvaljo d’Or (0 / 41,51 Sek). Nur der Deutsche Harm Lahde und Oak Grove’s Commander Bond schafften noch eine Nullrunde im Stechen und wurden Vierte.
Für Andre Thieme hat sich die Fahrt nach Hamburg gelohnt – er erhielt für seinen ersten Platz ein Preisgeld in Höhe von 62.500 Euro.
Am Sonntag stand dann das Deutsche Springderby auf dem Programm. Das 1920 erstmals ausgetragene Springen mit seinen so besonderen Hindernissen – am spektakulärsten ist natürlich der Große Wall – ist weiterhin der absolute Publikumsmagnet und das faire Publikum in Hamburg bejubelt jeden, der den Parcours beendet – und tröstet diejenigen, die es nicht schaffen.
Der ewigen Liste des Derbys wurden in diesem Jahr gleich zwei Null-Fehler-Ritte hinzugefügt – und zwar von Frederic Tillmann mit Comanche und Simon Heineke mit Cordillo. Das Stechen, welches die Entscheidung bringen musste, entschied dann Frederic Tillmann mit einem erneuten fehlerfreien Ritt für sich, bei Simon Heineke lief es im Stechen nicht ganz rund – Platz 2. Andre Thieme kam mit seinem Derbypferd Paule (mit dem er das Derby im vergangenen Jahr gewinnen konnte) nach einem Abwurf in der schnellsten Zeit auf Rang drei.






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