Richard Vogel und sein großartiger United Touch haben sich den Großen Preis von Aachen geholt. In einem Dreier-Stechen war der Europameister nicht zu schlagen und steht nun an der ewigen Siegertafel in Aachen.
Da es in Aachen in diesem Jahr aufgrund der im August stattfindenden Weltmeisterschaften in vier Reitsport-Disziplinen kein CHIO geben konnte, man als Teil des Rolex Grand Slam aber ein fünf-Sterne-Springturnier ausrichten musste, also ein CSI, hatten sich die Organisatoren in Aachen einen schönen Namen überlegt: TSCHIO – so, wie die Aachener „ihr“ Turnier, den CHIO üblicherweise nennen.
Das Springturnier – wie üblich in Aachen vor ausverkauftem Haus – hatte 40 der weltbesten Springreiter nach Aachen gelockt. Schließlich geht es allein im Großen Preis von Aachen um ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
11 Reiterinnen und Reiter hatten es fehlerfrei durch den ersten Umlauf geschafft, am Ende des zweiten, von Frank Rothenberger wieder einmal hochschwierig, aber fair gebauten Kurses hatten es drei geschafft, das Stechen zu erreichen, wovon zwei es fast zu einer Familienangelegenheit machen: Europameister Richi Vogel mit seinem grandiosen United Touch und seine Freundin Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair. Als Dritter hatte es der letzte Starter im zweiten Umlauf geschafft, fehlerfrei zu bleiben: José Maria Larocca jr. aus Argentinien mit Finn Lente.
Sophie Hinners hatte zunächst einen besonnenen und sicheren Null-Fehler-Stechritt in 51,62 Sekunden gezeigt, aber es war klar, dass da noch mehr möglich war. Und Richi Vogel bewies es: Mit seinem United Touch flog er durch den Kurs auf dem ‚Heiligen Rasen‘ von Aachen und hatte die Zeit seiner Freundin um gut sechs Sekunden unterboten – 45,57 Sekunden standen am Ende für diese Kombination fest. Würde José Maria Larocca dieses Ergebnis noch schlagen können? Nein, er konnte nicht, aber seine Stechzeit von 47,36 Sekunden bedeutete am Ende Rang zwei.
Für Richard Vogel, der vor zwei Jahren so unglücklich den Sieg im Großen Preis von Aachen verpasst hat (als er als letzter Starter in der schnellsten Zeit unterwegs war, United Touch aber das letzte Hindernis riss) war dies ein ganz großer Augenblick einer bislang schon großartigen Karriere
Richi Vogel, der als Sieger der Rolex Grand Slam-Etappe von s’Hertogenbosch nach Aachen gekommen war, konnte sich nicht nur über das Aachener Preisgeld von € 450.000 freuen, sondern für seinen zweiten Sieg in Folge auch noch über einen Extra-Bonus von € 500.000.
Der Rolex Grand Slam geht im September im kanadischen Spruce Meadows weiter.
Foto: privat






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