Die kleine französische Stadt Fontainebleau im Département Seine-et-Marne, gut 50 Kilometer südlich von Paris, hatte zum Printemps des Sports Equestres geladen – und (fast) alle kamen. Das Prüfungsangebot in Fontainebleau war aber auch wirklich vom Feinsten: Jungpferdeprüfungen, Prüfungen für die jugendlichen Reiterinnen und Reiter, ein-, drei- und fünf-Sterne-Touren und der Nationenpreis. Und auch die Para-Reiter wurden nicht vergessen. Dressureiterherz, was willst Du mehr?
Die fünf-Sterne-Tour für den Nationenpreis wurde zum erwarteten Triell der ‚Großen Drei‘ – Belgiens Dressur-Superstar Justin Verboomen mit seinem wunderbaren Zonik Plus, die britische Starreiterin Lottie Fry mit ihrem imposanten Glamourdale und Dressur-Queen Isabell Werth mit ihrer gegenwärtigen Nummer 1 im Stall, Wendy de Fontaine. Die aktuelle Weltranglistenerste, Cathrine Laudrup-Dufour, hatte auf den Start in Fontainebleau und den direkten Vergleich mit den anderen Top-Platzierten der Weltrangliste verzichtet.
Und Justin Verboomen bewies einmal mehr, dass er im WM-Jahr das Maß aller Dinge ist.
Den Grand Prix dominierten Verboomen und Zonik Plus mit 83,5% und somit mit durchaus einigem Abstand vor der zweitplatzierten Lottie Fry / Glamourdale (80,848%). Isabell Werth und Wendy kamen nach einem dicken Patzer im versammelten Schritt und der anschließenden Passage mit 80,587% auf Rang drei). Frederic Wandres kam mit seinem Routinier Bluetooth auf den vierten Rang, gefolgt von Carl Hester mit Fame.
Das deutsche Team (neben Isabell Werth/Wendy und Freddy Wandres / Bluetooth gehörten noch Benjamin Werndl / Quick Decision und Svenja Kämper-Meyer / Amanyara zum Team) siegte mit 230,065% vor den Reitern aus Groß-Britannien (228,630%) und Belgien (224,761%).
Isabell Werth hatte sich danach für den Grand Prix Spécial entschieden – das Ergebnis von 79,893% reichte zwar zum Sieg vor Carl Hester mit Fame (77,319%), spiegelte aber auch diverse Fehler in der Prüfung wieder. Hier kam die Britin Fiona Bigwood mit Donna Bella und einem Ergebnis von 72,276% auf den dritten Rang.
Verboomen und Fry hatten sich für die Kür entschieden – und hier untermauerte Verboomen erneut seine Klasse. Mit einem grandiosen Ergebnis von 91,855% siegten Verboomen und sein schwarzer Hengst vor Lottie Fry mit ihrem schwarzen Hengst (88,225%). Hier kam Freddy Wandres mit Bluetooth auf den dritten Rang (81,085%), gefolgt von seinem Landsmann Bennie Werndl mit Quick Decision (79,595%).






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