Wer gewinnen würde, wenn nicht etwas völlig Unvorhersehbares eintreten würde, war eigentlich klar. Denn in Abwesenheit der „Big 4“ – Titelverteidigerin Charlotte Fry / Glamourdale, Dressur-Superstar Justin Verboomen / Zonik Plus, Kürkönigin Isabell Werth / Wendy de Fontaine und die aktuell die Weltrangliste anführende Cathrine Laudrup-Dufour / Freestyle – war sie die logische Konsequenz: Die Britin Becky Moody mit ihrem Jagerbomb.
Und die Mannschafts-Bronzemedaillengewinnerin von Paris wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. In der Dickies Arena in Fort Worth, Texas gewannen Moody und Jagerbomb (Dante Weltino x Jazz) nicht nur den Grand Prix am Donnerstag, sondern beendeten auch die Finalkür mit einem Sieg und noch dazu einem ‚personal best‘ von 88,33% für ihren Ritt zu Beatles-Klängen. Die erste Teilnahme an einem World Cup-Finale hätte für Moody nicht besser enden können.
Auf den zweiten Rang kamen der US-Amerikaner Christian Simonson und Indian Rock (Apache x Vivaldi), der übrigens im Besitz des Titelsponsors Zen Elite steht, ebenfalls mit einem persönlichen Bestergebnis von 83,81%. Simonson ritt zu einem Medley aus amerikanischen Superhits und die Zuschauer waren natürlich von „Eye oft he Tiger“ und dem Rocky-Thema begeistert.
Die Polin Sandra Sysojeva und ihre tolle 10-jährige Stute Maxima Bella wurden Dritte(80,77%), was noch dazu den ersten Podiumsplatz für Polen in einem World Cup-Finale bedeutete.
Schwedens Patrick Kittel und sein Top-Pferd, der Quaterback-Sohn Touchdown schrammten mit einem Ergebnis von 80,26% knapp am Podium vorbei; der lange in der Prüfung vorne liegende junge Deutsche Raphael Netz und Dieudonne beendeten das Finale mit dem fünften Platz und einem Ergebnis von 79,245%
Schade, dass die Ritte in Texas vor halb leeren Rängen stattfanden. Die 14.000 Zuschauer fassende Disies Arena war noch nicht einmal zur Hälfte gefüllt, was sicherlich zu einem Teil daran lag, dass sich Interessenten im Vorfeld über absurd hohe Ticketpreise beschwert hatten. Diejenigen, die in die Dixies Arena gekommen waren, feierten diejenigen Reiter, die nach Texas gekommen waren, jedoch frenetisch.
Photo Copyright: © FEI/Shannon Brinkman






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