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EM Dressur: So war die Teamentscheidung

S. Becker-Stils, August 29, 2025August 30, 2025

Der Grand Prix in Crozet war der Beweis, dass Dressur auch spannend sein kann. Und das auch Pferde Gespenster sehen können. Und dass man einmal mehr manche Richterwertungen nicht unbedingt nachvollziehen können muss.

The Grand Prix de Dressage in Crozet was the proof that dressage can also be thrilling. And that horses can be convinced that there are ghosts inside the arena. And that it is not mandatory to understand some judges‘ marks.

Die Goldreiter aus Deutschland: Dass Championats-Debütantin Katharina Hemmer und Denoix eine großartige, blitzsaubere und trotzdem sehr kontrollierte Runde gezeigt hatte (und schlussendlich mit 75,699% und dem siebten Rang zweitbestes deutsches Ergebnis war), hatten wir ja schon berichtet. Und ebenfalls, dass Ingrid Klimke mit Vayron „den schlechtesten Grand Prix gezeigt habe, den ich jemals geritten bin“, wie Ingrid gegenüber dem britischen Magazin ‚Horse & Hound‘ zugab. Vayron, der 14-jährige Westfalen-Hengst mit seinen gigantischen 1,86m Stockmaß, der bei den Olympischen Spielen von Paris mit seinem Reiter Daniel Bachmann Andersen ein GP-Ergebnis von 76,910% errang und damit maßgeblich zum Teamsilber der Dänen beitrug, sah eindeutig Gespenster im Sand. 69,348% war nicht nur für Ingrid Klimke, sondern natürlich auch für das deutsche Team ein enttäuschendes Ergebnis.

Heute war es dann an Frederic Wandres und seinen Bluetooth OLD, den jetzt 15-jährigen Oldenburger Wallach von Bordeaux, die solide Basis für das Team-Gold weiter auszubauen. Freddy Wandres und sein Routinier zeigten auch eine wirklich schöne Runde, blieben allerdings nicht fehlerfrei. Das Rückwärtsrichten gelang nicht komplett, Bluetooth versemmelte den Wechsel vor dem starken Galopp und auch die zweite Pirouette war unter den Möglichkeiten von Bluetooth. 74,721% waren ein solides Ergebnis, aber eben auch nicht mehr.

Da musste es die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten eben ‚rausreiten. Und Isabell Werth ist eben immer am besten, wenn sie richtig unter Druck ist. Zusammen mit Wendy de Fontaine zeigte Isabell eine tolle Prüfung, die Stute ging fast durchgängig mit der Nase vor der Senkrechten, aber man konnte sich des Eindrucks kaum erwehren, dass die Richter:innen am Viereck Isabell nicht mehr sehen wollen. Weltklasse-Traversalen erhielten Noten zwischen 7,5 und 9, eine absolut gigantische Passage 7,5 bis 8,5, dafür wurde der nicht schön durchgesprungene Wechsel vor dem starken Galopp mit Noten zwischen 5 und 6,5 sanktioniert. Dagegen wäre ja auch absolut nichts zu sagen, wenn man bei allen anderen Starter:innen gleich streng gewesen wäre. Doch davon später mehr. 79,224% reichten aber dennoch zum Gold – nicht zuletzt aber auch, weil Lottie Fry’s Glamourdale heute offenbar Prüfungs-Hasstag hatte.

Die britische Silber-Equipe hatte den gestrigen Tag (mit dem Ausfall von Andrew Gould, der abgeklingelt wurde, als sein Indigro plötzlich unrund ging und der keinesfalls fehlerfreien Prüfung von Becky Moody und Jagerbomb) abgehakt. Heute ging der „Altmeister“ ins Viereck und ritt ‚mal eben‘ die Briten auf den Silberrang. Carl Hester und sein 15-jähriger KWPN-Hengst Fame (ebenfalls ein Sohn des Bordeaux), zeigten eine grandios gute Prüfung. Hester schafft es regelmäßig, mit völlig „normalen“ Pferden auf Weltniveau zu reiten. Die Pirouetten, die Fame zeigte, waren ganz große Klasse und auch sonst war der Ritt zwar kontrolliert, aber sah durchgängig sehr entspannt aus. Lediglich im starken Schritt zeigte Fame Schwächen – egal, 76,087% waren ein Top-Ergebnis für eine Top-Runde.

Charlotte Fry und ihr Weltmeister Glamourdale sind allgemein Mitfavoriten auf Einzelgold – die Erwartungen an diese Kombination und damit die Schlussreiterin der Briten waren entsprechend hoch. Der14-jährige Glamourdale, ein KWPN-Hengst von Lord Loxley, besticht durch seine imposante Galoppade, bekam auch für den starken Galopp zwei Mal die Traumnote 10, aber die Prüfung hatte eine Menge Haken. Piaffen sind seit jeher nicht Glamourdales Glanzlektion, und auch heute waren die Piaffen bestenfalls mau, unrhythmisch und unwillig. Dafür waren die Noten bis zur 7,5 durchaus generös, verglichen beispielsweise mit Wendy, die von Raphael Saleh bei E ebenfalls eine 7,5 für die Piaffe bekam. Der Übergang von der Passage in den Galopp misslang völlig und Glamourdale versemmelte die erste Pirouette komplett – 75,869% standen am Ende als Ergebnis fest und die Briten hatten Team-Silber.

Bronze ging an die Reiterinnen und Reiter aus Dänemark. Heute war zunächst Andreas Helgstrand mit seinem imposanten Jovian, dem 11-jährigen KWPN-Hengst von Apache, am Start. Jovian bot zunächst ein sehr schönes Bild, hatte die Nase schön vor der Senkrechten, wurde aber im Verlauf der Prüfung auch guckig und baute Spannung auf. Das Anreiten aus dem Rückwärtsrichten war deutlich übermotiviert, in der zweiten Piaffe war der Hengst gerade nicht bei der Sache und in den Zick-Zack-Traversalen wurde der Hengst eilig. Auf der Schlusslinie gab es dann auch nochmals ein Missverständnis – das Ergebnis von 71,335% war deutlich unter den Möglichkeiten des Hengstes.

Ebenfalls eine Anwärterin auf Einzelgold ist Cathrine Laudrup-Dufour mit Mount St. John Freestyle. Die 16-jährige Fidermark-Tochter zeigte eine schöne Runde, hatte aber auch das absolute Wohlwollen der Richter:innen. Beim Halten zu Beginn stand die Stute nicht geschlossen – egal, es gab Noten zwischen 7,5 und 8,5. Die zweite Piaffe war nicht exakt am Platz – ebenfalls Noten zwischen 7,5 und 8,5. Was zwar kein Fehler war, aber das Bild dennoch trübte, war die Tatsache, dass die Stute teilweise deutlich eng wurde und man hätte sich auch durchaus hier und da eine etwas weniger deutliche Sporenhilfe seitens der Reiterin gewünscht. 80,823% waren das beste Ergebnis des Grand Prix.

Germany’s golden riders: Well, we have already reported that Championship-rookie Katharina Hemmer and Denoix showed a great, faultfree and highly controlled round (and at the end were second-best German combination with their score of 75,699% and the seventh place in the Grand Prix). And also that Ingrid Klimke and Vayron had „the worst Grand Prix I’ve ever ridden“, as Ingrid told the British magazine ‘Horse & Hound‘. Vayron, the 14-year old Westfalian stallion with his giant height of 1,86m, who came to a score of 76,910% at last year’s Paris Olympics with his then-rider Daniel Bachmann Andersen and who by this highly contributed to the Danish team silver medal, was obviously sure that there were ghosts hidden in the sand of the arena. 69,348% were not only for Ingrid, but for the whole German team a disappointing results.

Today, it was time for Frederic Wandres and Bluetooth OLD, the now 15-year old Oldenbourg-bred gelding by Bordeaux, to create a solid basis for the team gold. Freddy Wandres and his well-routined horse showed quite a nice round, but didn’t manage to stay faultfree. There was a hiccup at the end oft he reins-back, Bluetooth messed up the flying change before the extended canter and also the second pirouette was well below his usual self. 74,721% were a solid result, but also not more.

Well, then it was time fort he most successful dressage rider of all times to make things fix. And Isabell Werth is always on her best when she is immensely under pressure. And together with Wendy de Fontaine Isabell showed a great test, the mare was mostly nicely framed and before the vertical, but one could get the impression that the judges don’t want to see Isabell anymore. World-class half passes got scores between 7,5 and 9, a brillant passage 7,5 – 8,5 and the not exactly ridden flying change before the extended canter was sanctioned with marks between 5 and 6,5. This would be fine if this would have been the same standard for all riders…. But let’s come back to this later. 79,224% for Isabell and Wendy were enough fort he team gold – but this was also due to the fact that Lottie Fry’s Glamourdale had his ‘I hate tests‘-day.

The British silver team had shrugged off the day before (with the elimination of Andrew Gould, after his Indigro suddenly went lame and the test with small mistakes from Becky Moody and Jagerbomb). Third to go for Great-Britain was their most routined rider, who offhandedly laid the base for silver. Carl Hester and his 15-year old KWPN-stallion Fame (also a Bordeaux-offspring) showed a super test. So often, Hester shows that he is able to present quite „normal“ horses on world-class level. The pirouettes shown by Fame were super centered adn well ridden and the round was highly controlled, but also looked quite relaxed. Only the extended walk isn’t really Fame’s best lection. Anyway, 76,087% were a well-earned score for a top round.

Charlotte Fry and her world champion Glamourdale are also seen as favourites for individual gold – the expectations raised for this combination and therefore the last to go for Great-Britain were high. The 14-year old Glamourdale, KWPN-stallion by Lord Loxley, has the most impressive canter work and also got the the dream score 10 two times for his extended canter, but there were quite a number of mistakes in the test. His piaffes are generally not good, but today they were poorly, lacked rhythm and were very low-key. For this, marks up to 7,5 were quite generous – the more so when compared to Wendy de Fontaine, who also got a 7,5 for the piaffe from judge Raphael Saleh at E. The transition from passage into the canter work was completely messed up and Glamourdale also made a huge mistake in the first pirouette – 75,869% were the final result and the Brits had won team-silver.

The bronze medal went on to the riders from Denmark. First, it was Andreas Helgstrand with his impressive Jovian, the 11-year old KWPN-stallion by Apache, to lay the base. At the start, Jovian gave a really nice impression, his nose before the vertical. But during the test, there was tension building up with Jovian obviously eying into the crowd. Starting from the reins back was highly overmotivated, in the second piaffe the stallion was als focusing on something outside the arena and in the zig-zags, the stallion was hurrying. There was another hiccup on the last center line – 71,335% was the final result, but quite below the stallion’s capability.

Also a favourite for individual gold is Denmark’s Cathrine Laudrup-Dufour with Mount St. John Freestyle. The now 16-year old daughter of the legendary Fidermark showed a very nice test, but also had the absolute goodwill oft he judges. At the first halt after entering the arena the mare didn’t stood square – whatever, she got marks between 7,5 and 8,5. The second piaffe was not on the spot – also marks between 7,5 and 8,5. It is not regarded as a mistakes, but it wasn’t nice to see that the mare was quite often behind the vertical and one could have wished somewhat softer spur aids from the rider. Their final score of 80,823% were the best result of the Grand Prix.

Photos: Headerfoto – Copyright one_photographiefrance, alle andere Fotos bmp – J. Stils

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